Also ich bin jetzt seit einigen Woche in England und Tadaaa
ich bin tatsächlich noch am Leben!
Back home in good old Germany hatte ich mir ja doch
ziemliche Sorgen gemacht, so schlimm, dass ich nachts nicht mehr schlafen
konnte, ohne vorher ein Glas Wein zu mir zu nehmen. Da gab es einfach viel zu
viele Dinge über die ich mir Gedanken machen musste: Wird mich die Familie
mögen? Werde ich die Familie mögen? Werde ich meine Freunde vermissen? Schaffe
ich es überhaupt alleine aus dem riesigen Flughafen in Heathrow? Wie um alles
in der Welt soll ich bloß meine Koffer zu bekommen?!
Tja die Sache mit dem Schließen der Koffer habe ich zum
Glück geregelt, und zwar nicht mit der klassischen Methode des einer setzt sich
drauf, der Andere zerrt a Reißverschluss, oder der jeweilig vorliegenden
Schließmethode, sondern durch den einfachen Fakt, dass meine Koffer nicht mehr
als 23 Kilo wiegen durften.
Trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) habe ich eine
ganze Woche zum Packen gebraucht. In der Zeit sah mein Zimmer aus wie ein
Schlachtfeld. Jeder Flecken Boden war mit Kleidung oder auch anderen „wichtigen“
Sachen bedeckt ohne die, ich mit Sicherheit kein Jahr lang überleben konnte.
Dementsprechend verbrachte ich ganze Tage, bis hin zu den letzten Stunden bevor
mein Gepäck im Bauch eines Fliegers verschwinden sollte, damit auszusortieren,
umzupacken und zu wiegen.
Letztendlich habe ich es dann doch vollbracht zwei Koffer
(und zwei Handgepäck) mit jeweils 23 Kilo an wirklich wichtigen Dingen zu
beladen.
Ich sollte mich was das Gepäck angeht wirklich nicht so
anstellen, eine Freundin von mir, die auch ein Jahr Au Pair macht, ist mit soweit ich weiß 15 Kilo Gepäck ein Jahr
nach Kalifornien geflogen (und ihr Vater kommt nicht schon in zwei Monaten um
die Ecke und bringt ihr weitere „wichtige“ Dinge nach…)
Aber zu meiner Verteidigung, es ist wesentlich schwerer für
ein Jahr zu packen als für einen überlagen Sommerurlaub, außerdem ist es in
London wesentlich kälter als in Kalifornien und Winterjacke wiegen bekannter maßen
mehr als Tops…. Aber egal
Nachdem ich dann also alles gepackt, meine Koffer abgegeben
und mich von meiner Familie verabschiedet hatte (mein kleiner Bruder hatte mich
nicht mit weg gebracht, worüber ich mich jetzt noch aufregen könnte, vor allem
weil er anfängt sich mein Zimmer einzuverleiben)
kam ich endlich in London an und wurde von Sarb (meiner „Hostmum“ oder wie
immer man das nennen mag) und den beiden Mädels mit Blumen und Schokolade empfangen….nicht
zu erwähnen das ich sie sofort ins Herz geschlossen hab ;)
In meinem neuen zuhause angekommen habe ich dann auch gleich
den Rest der
fünf-ein halb-köpfigen Familie kennengelernt (der halbe Kopf
gehört zu Bobby, dem riesigen deutschen Schäferhund der Familie, super Hund,
wenn man nicht gerade von ihm voll gesabbert wird) und einen kleinen Eindruck
in mein neues Leben bekomme.
Ich muss sagen, bis jetzt gefällts mir eigentlich ganz gut J
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